Eintagsfliegenakrobatik
Grit Ruhland


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2007


International Artist in Residence der Queen Street Studios Belfast, 2007





On Call. 2007



Interviewprojekt mit Michael Stellmacher zur Situation Budapester Offspaces für „On Call“ (Projekt bipolar der Bundeskulturstiftung)

Interviewpartner waren Hints (Muvészeti Egyesület), KEK (Kortárs Építészeti Közponz), Lumen (Fotómuveszeti Alapítványmit), Shirai und Tüzrakter. Es enstand ein 80 min Audio-Beitrag, der im September auf coloradio Dresden gesendet wurde. Alle Interviews wurden auf Englisch geführt.



Arbeitsaufenthalt in Berlin-Gropiusstadt. 2007



Sammelsurium von etlichen Fotos, 3 Zeichnungen und
einem kleinen Tagebuch:

"elffriede, eine befreundete Künstlerin hatte mich bereits im Januar eingeladen mit ihr und Andreas Dölling zusammen nach Berlin zu kommen um am Pilotprojekt Gropiusstadt teilzunehmen - zusammen zu zeichnen, zu spinnen, sich einfach zu treffen oder sonst etwas. Wir wussten es noch nicht genau. elffriede hatte uns für Juni, eben die nun vereinbarte Zeit, eine Woche in der Plattenbauwohnung beworben. Die Kuratoren und Organisatoren, Uwe Jonas und Birgit Schumacher erklärten sich einverstanden und luden uns ein, zu einer Reise in Berliner Süden. Der folgende Text handelt von diesem Aufenthalt."



Pantoffel für Pantoffeltierchen, 2007



Während meines Aufenthaltes am Max Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden entwarf ich einen lebensgroßen Pantoffel für Pantoffeltierchen (Paramecium). Diese im Wasser lebenden Wimperntierchen sind durchschnittlich ca. 50-300 µ-m lang. Mit dieser Größe sind sie Riesen unter den Einzellern. Ihre Körperform ähnelt der einer Sohle, wofür sie ihren Namen bekamen. Die Größe des Pantoffels ist so berechnet, dass ein durchschnittlich großes Pantoffeltierchen darin Platz hätte. Pantoffeltierchen haben keine Füsse, sie sind quasi Füße. Die Skulptur ist auf einem Glasobjektträger fixiert. Ich habe sie in Kooperation mit meiner Forschungsgruppe herstellen können.

Das Ergebnis wurde auf die klassischste Weise, Kunst zu zeigen, präsentiert. Auf einem weißen Sockel mit Acrylglassturz war der Glasobjekträger mit der Mikroplastik aufgelegt - beleuchtet von einer weißen LED. Über dieser Anordnung installierte ich einen gerahmten Digitaldruck einer Rasterelektronenmikroskopaufnahme, welche den Pantoffel in allen Details zeigt.

Der MPI-CBG Kunstpreis gab mir die Möglichkeit, ein kleines Stück der Forschungsroutine der WissenschaftlerInnen zu teilen. Ich habe meinerseits, meine Arbeit in einem Tagebuch dokumentiert. Eigentlich ist es eine Mischung aus Logbuch und Tagebuch. Zwischen September 2006 und April 2007 habe ich regelmäßig über meine Kunst und mein Leben in dieser Zeit geschrieben. Für die Eröffnung der Ausstellung bat ich drei befreundete KünstlerInnen und einem Forscher des Instituts, um einige Passagen aus meinem BLOGbuch auzuwählen und aufzuführen.

Vimeo-Video

Größe: 150 x 60 x 60 µm
Material: Fotopolymer

Laminierter Digitaldruck: 62 x 50 cm (Rasterelektronenmikroskopaufnahme)

Arbeitstagebuch, 327 Seiten (Din A5)